Viele Impulse für Verkehr, Stadtentwicklung und Lebensqualität
Bei strahlendem Sonnenschein fand am 11. Januar 2026 der Stadtteilspaziergang in der Bonau statt. Zahlreiche Bürger:innen waren der Einladung gefolgt, um gemeinsam mit uns über aktuelle Themen, Sorgen und Ideen direkt vor Ort zu sprechen.
Treffpunkt war das Schwimmbad, wo die Co-Ortsvorsitzende und Listenkandidatin Ramona Rümelin die Teilnehmenden begrüßte. Direkt im Anschluss ging es inhaltlich zur ersten Station: der Stadtbadstraße. Im Mittelpunkt stand die Frage der Verkehrsberuhigung. Ein Anwohner hatte hierzu bereits einen Antrag gestellt, der im Stadtrat jedoch abgelehnt wurde. Bürgermeisterkandidat Dr. Michael Stanglmaier erläuterte die Hintergründe dieser Entscheidung und diskutierte gemeinsam mit den Anwesenden, welche Möglichkeiten es dennoch geben könnte. Die Anregungen nehmen wir in die kommenden Sitzungen mit!


Weiter führte der Spaziergang in Richtung Abenteuerspielplatz, wo erneut Verkehr und Verkehrsberuhigung thematisiert wurden. Zusätzlich brachte Listenkandidatin Viktoria Eiden die Frage auf, ob Spielplatzbesucher:innen die Toiletten des TSV oder des Schwimmbads nutzen könnten, denn in der Vergangenheit gab es hier immer wieder Probleme. Auch dieser Impuls wird von der Fraktion weiterverfolgt.
Über die Wasserwerkstraße ging es zur Reiteraustraße, genauer gesagt in den Bereich Unterreit. Dort plant ein Investor ein neues Gewerbegebiet. Dr. Michael Stanglmaier stellte die aktuellen Pläne vor und erläuterte, warum wir dieses Vorhaben ablehnen: „Wir sprechen von 20 Meter hohen Silos, die direkt neben ein Naherholungs- und ein Wohngebiet gesetzt werden sollen, während wir gleichzeitig in Degernpoint Platz hätten. Das ist keine sinnvolle Stadtentwicklung, wir halten an der Westtangente als Stadtgrenze fest!“
„Die Stadt will zurecht neue Unternehmen nach Moosburg ziehen. Deshalb wird das gut angebundene Degernpoint ja weiter ausgebaut. Wieso jetzt auf einmal einen zusätzlichen Standort direkt am überwiegend naturbelassenen Stadteingang öffnen? Ich halte diese Abweichung vom bisherigen Konsens für falsch.“, ergänzt Listenkandidatin Ramona Rümelin. Mehr zum Thema „Gewerbegebiet Unterreit“ hier >.


Anschließend führte der Weg durch die Kreuzstraße. Wieder wurde intensiv über Verkehrsberuhigung gesprochen, aber auch über den Flexbus. Das Angebot des MVV wird klar als Bereicherung verstanden – verstärkt durch den günstigeren Tarif seit 01.01.2026. Optimierungsbedarf wird bei der Beschilderung gesehen, denn die Namen der Haltestellen sind dort nicht sichtbar, und der Zuverlässigkeit im Winter. Unser Landtagsabgeordneter Johannes Becher dazu: „Vorhandene Probleme müssen angegangen werden, denn der Flexbus ist im ländlichen Raum Gold wert – gerade auch für unsere Ortsteile.“

Im Mühlbachbogen kam der Schulweg vom Wohngebiet vorbei am Begegnungsplatz zur Sprache und welche Optionen es für bessere Sichtbarkeit und Sicherheit gäbe, wie beispielsweise einen Zebrastreifen. Dem gehen wir gerne nach.
Im inneren Bereich des Mühlbachbogens sprach Dr. Michael Stanglmaier außerdem über das Thema Leih-Lastenräder. Unser ursprünglicher Antrag sah drei Lastenräder für Neustadt, Bonau und die Amperauen vor. Umgesetzt werden konnte bislang leider nur eines für die Neustadt. Michael Stanglmaier stellte in Aussicht: „Perspektivisch sollen die bestehenden Angebote 2026 gut beworben und zum nächsten Haushalt erneut zwei bis drei weitere Lastenräder beantragt werden.“ Kurzfristig könnte das vorhandene Lastenrad probeweise in der Bonau aufgestellt werden, etwa zentral im Mühlbachbogen – mit kurzen Wegen für viele Nutzer:innen.
Auf Nachfrage eines Anwohners wurde zum Abschluss noch der Ausbau der Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge in der Bonau thematisiert. Listenkandidat Reinhard Blum verwies auf die gesetzlichen Vorgaben des Gebäude-Elektromobilitätsinfrastruktur-Gesetzes (GEIG). Ab 2025 gelten strengere Regeln für Nichtwohngebäude mit mehr als 20 Stellplätzen, ab 2027 auch für Wohngebäude ab drei Stellplätzen. Dr. Michael Stanglmaier machte deutlich, dass er durchaus Bund und Land in der Verantwortung sieht, den Ausbau der Ladeinfrastruktur weiter voranzutreiben.

Wir bedanken uns herzlich bei allen, die uns auf diesem Stadtteilspaziergang begleitet haben – für den offenen Austausch, die konstruktiven Diskussionen und die vielen wertvollen Impulse. Es war ein spannender Nachmittag in der Bonau, der gezeigt hat, wie wichtig der direkte Dialog vor Ort ist.
