ABGELEHNT: Wiederherstellung und Erweiterung der Dirt-Bike Anlage an der Thalbacherstraße

STATUSUPDATE: Der Antrag wurde in der Sitzung vom 24.11.2025 knapp abgelehnt. Wir bleiben dran!

Unsere Sportreferentin Verena Beibl hat folgenden Antrag gestellt:

Zur Wiederherstellung und Nutzbarmachung des vorhandenen Dirt-Bike Parks und der Erweiterung um eine inklusive Modellautostrecke an der Thalbacherstraße zu einem Mehrgenerationenpark werden nötige Haushaltsmittel in Höhe von 70.000€ eingestellt.

Begründung:

Die Dirt-Bike-Anlage an der Thalbacherstraße wurde in der Vergangenheit von vielen Kindern und Jugendlichen intensiv genutzt. Allerdings fehlten klare Zuständigkeiten für Pflege und Instandhaltung. Mangels eines betreuenden Vereins verfiel die Anlage zunehmend und ist inzwischen weder attraktiv noch sicher nutzbar. Die steilen Abfahrten sind gerade für Anfängerinnen und Anfänger zu gefährlich. Zudem führt der bisherige Startpunkt über die Thalbacherstraße. Dies erzeugt ein erhebliches Sicherheitsrisiko für Kinder und Jugendliche und verursacht zugleich Lärmbelästigungen für die Anwohnerinnen und Anwohner. Aufgrund der erheblichen Sicherheitsrisiken muss hier dringend gehandelt werden. Das heißt als Stadt stehen wir vor der Entscheidung den jetzigen Park zu schließen und rückzubauen oder eine sichere und nachhaltige Umgestaltung anzustreben.

Mit den beantragten Haushaltsmitteln soll die Anlage deshalb durch eine professionelle Planung neugestaltet und dauerhaft gesichert werden. Geplant ist ein moderner Bike-Track mit verschiedenen Schwierigkeitsstufen: von sehr leichten Strecken für Kinder mit Laufrädern bis hin zu anspruchsvollen Abschnitten. Dies ermöglicht Kindern ihre Fahrradfahrfähigkeiten in einem geschützten Rahmen zu verbessern. Der Startbereich soll aus Sicherheits- und Lärmschutzgründen verlegt werden, vermutlich unterhalb der Staatsstraße 2085 (wie im Entwurf gezeigt).

Ergänzend zur Wiederherstellung der Dirt-Bike-Anlage soll auf einer angrenzenden Fläche ein eingezäuntes Areal für elektrische Modellautos geschaffen werden. Diese Fläche wird vom Verein RCB-Modellsportverein entwickelt und nach der Erstellung gepflegt. Diese Fläche ist wie das gesamte Areal für die Öffentlichkeit frei zugänglich. Das vorhandene Fußballfeld bleibt natürlich erhalten, die sehr große Spielfläche wird nur etwas verkleinert. So entsteht ein Mehrgenerationenpark aus Dirt-Bike Anlage, Modellautostrecke und Fußballfeld.

Am neuen Startpunkt soll zudem eine Sitzmöglichkeit (Sitzbank- Kombination) geschaffen werden. Außerdem soll die Möglichkeit eines Trinkwasserbrunnens, sowie Wasseranschluss geprüft werden, da für die Innstandhaltung der Anlage erfahrungsgemäß Wasser benötigt wird.

Barrierefreiheit und Inklusion sollen zentrale Bestandteile des Projekts werden. Sowohl die Dirt-Bike-Anlage als auch die Modellautostrecke werden barrierefrei zugänglich und einsehbar gestaltet. Eine kleine barrierefreie Parkbucht sorgt für kurze Wege. Der als Lager- und Aussichtsfläche vorgesehene Container wird dezent in die Geländeform eingebunden und soll sich unauffällig in die Umgebung einfügen. Damit setzt die Stadt ein klares Zeichen für Offenheit und Teilhabe.

Die Pflege und Betreuung der Anlage ist über Vertreter des DAV Moosburg, des Radsportverein Moosburg sowie des RCB-Modellsportverein sichergestellt, die in Absprache mit dem städtischen Bauhof kleinere Ausbesserungen übernehmen, Zwischenbereiche in der Anlage Mähen und so den Erhalt langfristig sicherstellen. Durch die kontinuierliche Pflege durch die Vereine können die Folgekosten stark minimiert werden.  Diese Vereine haben zudem zugesichert circa 260 Stunden Eigenleistung in die Planung und den Bau des Projekts einzubringen.

Der Bereich befindet sich im Landschaftsschutzgebiet, daher wurde dem vor 2 Jahren beantragten Sport- und Begegnungsplatz von der unteren Naturschutzbehörde keine Zustimmung erteilt, da diese Planung massive Veränderungen der Landschaft vorgesehen hätte. Bei dem jetzt beantragten Projekt handelt es sich lediglich um die Wiederherstellung und Verbesserung der schon vorhandenen Dirt-Bike- Anlage, sowie einer Wiesenstrecke für elektrische Modellautos. Die Projekte sollen umrandet werden von großzügigen Blühflächen. Das Projekt wurde im Vorfeld mit der unteren Naturschutzbehörde besprochen und eine Zustimmung wurde in Aussicht gestellt.

Das vorgesehene Gelände liegt innerhalb einer ausgewiesenen Hochwassergefahrenfläche. Da es sich hierbei nicht um ein festgesetztes Überschwemmungsgebiet handelt, bestehen keine rechtlichen Bauverbote. Gleichwohl wird die Planung hochwasserangepasst erfolgen: Die Neugestaltung der Anlage soll im Wesentlichen durch eine Veränderung der vorhandenen Geländekubatur erfolgen. Ein zusätzlicher Materialeintrag wird falls nötig in Form von Z0-Böden erfolgen. Dadurch wird sichergestellt, dass der Wasserabfluss nicht beeinträchtigt wird und die Hochwassersicherheit uneingeschränkt erhalten bleibt.

Für eine sinnvolle und nachhaltige Planung wird ein Fachbüro benötigt, jedoch kann dieses in der Umsetzung vom Bauhof unterstützt werden und so die Kosten reduziert werden. Auch die zugesagten Eigenleistungen der Vereine reduzieren die Kosten sowohl in der Herstellung als auch die laufenden Kosten. Außerdem soll geprüft werden, ob Förderungen für das Projekt möglich sind, speziell im Hinblick auf die Schaffung von inklusiven und barrierefreien Sporteinrichtungen.