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Moosburger Zeitung 25.07.2008

Gegen 3. Startbahn und Marzlinger Spange

Grüne stellen Wahlprogramm vor: Stanglmaier fordert bessere Zuganbindung für Moosburg

Moosburg/Freising. Die Grünen stellten am Mittwoch im Freisinger Hofbräukeller ihr Programm für den Wahlkampf vor. Die Spitzenkandidaten Dr. Christian Magerl (Landtags-Direktkandidat), Dr. Michael Stanglmaier (Zweitstimmenkandidat für den Landtag), Andreas Ammer (Bezirkstags- Direktkandidat) und Waltraud Heinlein-Zischgl (Bezirkstags-Zweitstimmenkandidatin) gaben sich optimistisch und kämpferisch. Magerl betonte: „Wir waren in der Vergangenheit im Landtag die einzige Fraktion, die zur dritten Startbahn eine klare, ablehnende Position bezogen hat und zu 100 Prozent zur Freisinger Bevölkerung stand. Wir lehnen Startbahn und Marzlinger Spange strikt ab.“ Der Moosburger Stadtrat Michael Stanglmaier trat für ein zweites Schwerpunktthema ein: „Wir Grüne wollen eine Klimapolitik ohne Wenn und Aber.“

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Optimistische Grünen-Kandidaten (v. l.): Waltraud Heinlein-Zischgl, Andreas Ammer, Dr. Michael Stanglmaier und MdL Dr. Christian Magerl (Foto: re)

Der amtierende Landtagsabgeordnete und Spitzenkandidat Dr. Magerl gab sich aufgrund der Ergebnisse der letzten Wahlumfragen optimistisch: „Wir stehen gut da. In den schlechtesten Umfragen erhielten wir acht, in den besten elf Prozent. Das Ergebnis der letzten Landtagswahlen vom 21. September 2003 von 7,7 Prozent sollten wir auf alle Fälle knacken.“ Magerls persönliches Ziel lautet, das Direktmandat für Freising zu holen.

Als Themenschwerpunkt für die Landtagswahlen am 28. September nannte Magerl die geplante dritte Startbahn. Er bekräftigte die strikte Ablehnung der Startbahn. Magerl verwies auf die rapide steigenden Rohstoffkosten, die auch am Flugverkehr nicht spurlos vorübergehen würden. „Die Chancen, die dritte Startbahn zu verhindern, sind exzellent“, meinte Magerl.

Die Grünen lehnen auch die Marzlinger Spange ab und fordern stattdessen die Verwirklichung der Neufahrner Gegenkurve: „Ich wäre sehr froh, wenn das Thema Marzlinger Spange endlich beendet wäre. Mir ist es eine Herzensangelegenheit, die wunderschöne Landschaft in der Region Marzling mitsamt einem der schönsten Auwälder Bayerns zu schützen.“ Dr. Magerl forderte in diesem Zusammenhang auch eine Verbesserung der Schienenanbindung nach München. Dr. Stanglmaier nutzte die Gelegenheit, um dabei auf übervolle Züge und immer weniger werdende Halte in Moosburg aufmerksam zu machen. Er führte aus, dass auf der Bahnstrecke München–Regensburg als Grundangebot Arriva-Länderbahn- Express(ALEX)-Züge verkehren. Einige dieser Züge würden nicht mehr in Moosburg halten. Ferner sei laut Stanglmaier geplant, dass ab dem Fahrplanwechsel am 13. Dezember 2009 auch einige Züge der Strecke Passau-München in Moosburg nicht mehr halten würden.

Zur Bildungspolitik machte Magerl deutlich, dass kein Kind auf dem Bildungsweg verloren gehen dürfe. „Wir halten zudem an den Schulen im ländlichen Raum fest. Die Schule muss im Dorf bleiben. Wir fordern ferner die Ertüchtigung der Hochschulen“, so Magerl. Stanglmaier warf der CSU vor, eine „kinderfeindliche“ Bildungspolitik zu betreiben. „Wir wollen den Selektionsdruck in den Grundschulen senken und uns für mehr Schulsozialarbeit einsetzen. Zudem sollten die Lehrer nicht nur intensiv fachlich, sondern auch intensiv pädagogisch geschult werden“.

Deutliche Worte fand Stanglmaier auch zur Umweltpolitik: „Wer beim Klimawandel jetzt nicht handelt, handelt unverantwortlich.“ Er zählte ein ganzes Paket an Forderungen zum Klimawandel auf. Seine Kernpunkte heißen mehr Förderungen von Altbausanierungen, Thermografie und Energieberatung sowie Ausbau der erneuerbaren Energien und ein erneuerbares Wärmegesetz für Bayern.

Andreas Ammer stellte seine Ziele für den Bezirkstag vor. Er wolle sich besonders für die psychisch kranken Menschen einsetzen. Denn sie hätten es besonders schwer, auf dem Arbeitsmarkt Fuß zu fassen. Gleichzeitig würde jedoch die Anzahl der psychisch kranken Menschen stark zunehmen. Heinlein-Zischgl machte auf die psychisch kranken Immigranten aufmerksam und forderte einen Gesundheitsführer in verschiedenen Sprachen sowie mehrsprachiges Personal. Sie wies auch darauf hin, dass sich aufgrund des BayKiBiG die Situation für behinderte Kinder verschlechtert hätte. Denn die Kindergruppen würden immer größer und die Hilfen weniger. Vorschläge zu einer Bezirkstags- Reform rundeten das Grünen- Gespräch ab. -re