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Jahreshauptversammlung am Donnerstag, 23.11.2017, 20:00 Uhr, Gasthaus Zur Länd 
gruene-moosburg.de

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Dr. Michael Stanglmaier - Kommunalwahl

Bürgermeisterkandidat

Platz 2 Stadtratsliste

Platz 4 Kreistagsliste

Biochemiker, Stadtrat, Kreisrat, Umweltreferent

44 Jahre, verheiratet, zwei Kinder

Ich will Probleme lösen und nicht verwalten. Eine nachhaltige Kommunalpolitik ist in Moosburg wichtig um die Lebensqualität für die Zukunft zu sichern.

Persönlicher Werdegang

Ich bin 44 Jahre alt, verheiratet, Vater zweier Söhne im Alter von 6 und 8 Jahren.

Ich bin in Freising geboren und habe anschließend je 3 Jahre in Hausmehring bei Nandlstadt und 3 Jahre in Freising gelebt.

Seit 1969 lebe ich in Moosburg.

Beruflicher Werdegang

Ich machte 1983 mein Abitur in Moosburg als Mitglied des 1.Abiturjahrgangs, anschließend leistete ich meinen Grundwehrdienst als Panzergrenadier in der 1. Gebirgsjägerdivision. Nach dem Studium der Chemie an der LMU fertigte ich meine Doktorarbeit am Genzentrum München. Anschließend folgten 4 Jahre Forschungstätigkeit an der Innenstadtklinik und am Klinikum Grosshadern im Bereich Tumorentstehung und Wirkungsweise neuartiger Medikamente (monoklonale Antikörper) zur Tumorbekämpfung, seit 2001 bin ich bei einem Münchner Biotechnologieunternehmen mit der Entwicklung und Charakterisierung neuer Medikamente zur Krebsbekämpfung beschäftigt.

Meine Arbeit als Naturwissenschaftler hat auch meine Herangehensweise an politische Fragestellungen geprägt. Mir sind Fakten und Argumente wichtig, nicht Ideologie und Populismus.

Politischer Werdegang

Ich bin seit 1986 bei den GRÜNEN in Moosburg und Landkreis Freising aktiv, seit 1987 auch als Parteimitglied. Seit 1988 bin ich im Ortsvorstand der Moosburger GRÜNEN. 1990 wurde ich erstmals in den Kreistag gewählt, dem ich seitdem angehöre. Seit April 2000 bin ich im Moosburger Stadtrat und seit 2002 zusätzlich Referent für Umwelt und Energie der Stadt Moosburg und Vorsitzender der Ausschussgemeinschaft aus GRÜNEN und UMB.

Ich war Mitbegründer und Vorstand der Bürgerinitiative gegen Müllverbrennung und für eine bessere Abfallpolitik in Moosburg und anderswo, die zusammen mit den anderen Bürgerinitiativen in den Landkreisen und Freising und Erding und den GRÜNEN zur Verhinderung der von CSU, SPD und Freien Wählern geplanten Müllverbrennungsanlage beigetragen hat. Eine Folge dieses Erfolges sind die niedrigen Müllgebühren im Landkreis Freising, die zu den niedrigsten in Bayern gehören.

Meine Motivation mich bei den GRÜNEN zu engagieren, war das Prinzip der Nachhaltigkeit in der Politik. Das heißt nicht nur kurzfristige Interessenbefriedigung darf im Vordergrund stehen, sondern man muss die langfristigen Folgen von Entscheidungen berücksichtigen. Wir müssen Verantwortung für unsere Entscheidungen übernehmen. Das kommt im Motto der GRÜNEN zum Ausdruck: „Wir haben die Erde von unseren Kindern nur geborgt“.

Das ist für mich christliche Politik und nicht für kurzfristige Gewinninteressen die Lebensgrundlagen unserer Kinder zu zerstören. z.B. 3. Startbahn

Politische Vorstellungen

Stadtentwicklung

Ziel meiner Politik ist es, dass Moosburgs Lebens- und Aufenthaltsqualität, die es aufgrund seiner gewachsenen Struktur hat, erhalten und ausgebaut wird.

Das bedeutet auf der einen Seite ein moderates Bevölkerungswachstum, das den Charakter unserer Stadt erhält und Moosburg nicht in ein explodierendes Dorf wie manch andere Stadt vergleichbarer Größe im Umland verwandelt. Das bedeutet aber auch die Stärken Moosburgs offensiv zu vertreten, z.B. unsere Vielzahl an Schulen und Bildungseinrichtungen um die uns Neufahrn, Eching Hallbergmoos beneiden, unsere gute Bahnanbindung, unsere Industrie und Geschäftswelt und das lebendige Vereinsleben.

Moosburg ist ja bei vielen Menschen leider immer noch charakterisiert durch: “ Das geht ja vielleicht woanders, aber nicht bei uns“. Das kann, muss und wird sich ändern.

Wir brauchen für Moosburg ein durchdachtes Stadtentwicklungsprogramm.

Ein Schwerpunkt der nächsten 6 Jahre wird es sein, die Attraktivität der Moosburger Innenstadt wieder zu steigern. Moosburg hat mit seinem historischen Stadtkern eine sehr attraktive Innenstadt, deren Attraktivität aber leider unter die Räder gekommen ist.

Mein Ziel ist es die Aufenthaltsqualität zu steigern und die Belastung durch den Autoverkehr zu reduzieren. Man muss sich von der irrigen Vorstellung lösen, dass eine autogerechte Innenstadt mit den Billigmärkten auf der Grünen Wiese mithalten könne. Das Gegenteil ist der Fall.

Die Stärken einer Innenstadt sind Qualität und Service und die Stadt als sozialer Begegnungspunkt. Die Innenstadt ist ein Ort, an dem man nicht nur einkauft, sondern wo man verweilen kann, Bekannte treffen und die Gastronomie nutzen kann. Das geht in Degernpoint nicht. Hier ist aber nicht nur die Politik gefragt, sondern auch die Gewerbetreibenden, die untereinander und mit der Stadt an einem Strang ziehen müssen.

Hier liegen die Chancen eines durchdachten Stadtmarketings, das ich deswegen auch unterstütze.

Wir müssen die Stärken unserer Innenstadt herausstellen und Schwächen beseitigen, z.B. durch Serviceangebote wie Lieferdienste und öffentliche Schließfächer, in denen Kunden ihre Einkäufe sicher deponieren können, bevor sie ins nächste Geschäft gehen. Wichtig für die Qualitätssteigerungen ist aber darüber hinaus die zentrale Lage von öffentlichen Einrichtungen wie Stadtbücherei oder einem nach Haushaltslage zu verwirklichenden Haus der Bildung.

Jugendhaus, Jugend

Möglichst zentral muss auch ein neues Jugendhaus gebaut werden. Ein Jugendhaus in Degernpoint, wie von den Freien Wählern gefordert, ist städtebaulicher Irrsinn. Neben dieser zentralen Stelle unserer Jugendarbeit (Pflichtaufgabe!) möchte ich aber weitere Einrichtungen für Kinder und Jugendliche verwirklichen, wie Boltzplätze oder weitere Streetball Plätze auch im Moosburger Norden. Der existierende hinter dem Schwimmbad reicht nicht und ist für Kinder aus der Neustadt aufgrund der Entfernung auch nicht optimal.

Ich sehe es als meine Verpflichtung als Bürgermeister, auch zusammen mit dem Jugendparlament, entsprechende Freizeiteinrichtungen zu schaffen. Auch hier ist die Stadt verpflichtet zu investieren und nicht nur bei den Sportvereinen, die auch nur einen kleinen Teil der jugendlichen und auch erwachsenen Bevölkerung repräsentieren.

Sport

Den Sportvereinen kommt im sozialen Leben der Stadt eine wichtige Rolle zu. Deswegen unterstütze ich auch im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten den Neubau von Sportstätten in Moosburg, die eine vernünftige sportliche Betätigung ermöglichen, aber keine Luxuseinrichtungen darstellen müssen (Eisstadion, Fußballplätze in der Bonau und SGM-Vorhaben).

Da wir finanziell nicht in der Lage sind, alle Sportstätten gleichzeitig zu verwirklichen müssen wir eine Reihenfolge festlegen. Ein entsprechender Beschluss vom Juli 2007 wurde von der Stadtspitze nicht umgesetzt. Allen Vereinen alles zu versprechen ist vor der Wahl sicher der leichte Weg, aber nicht der seriöse. Meine Vorstellung ist, dass 2008 mit der dringendsten Maßnahme bei den Fußballplätzen, nämlich einer neuen Umkleide begonnen wird und 2008 und 2009 ein neues Eisstadion gebaut wird. Bei den Fußballplätzen ist es möglich die Maßnahmen auf mehrere Jahre zu verteilen, bei einem Eisstadion geht das nicht, das muss in einem Zug gebaut werden und ist aufgrund des maroden Zustandes des Vorhandenen vordringlich zu behandeln.

Durch das viele Geld, das die Sportvereine von den Moosburger Steuerzahlern erhalten, obwohl diese Bürger diese Sportstätten zum überwiegenden Anteil nicht selbst nutzen, sind die Vereine aber auch gefordert, ihren Anteil zu leisten.

Verkehr

Der Verkehr stellt in Moosburg ein großes Problem dar. Wir zahlen auch in Moosburg einen hohen Preis für die Automobilität: Lärm, Abgase, Sicherheitsgefährdung, insbesondere unserer Kinder, und Emissionen von Treibhausgasen. In Bayern trägt der Verkehr zu 30% aller CO2-Emissionen bei.

Klimaschutzpolitik ohne eine nachhaltige Verkehrspolitik ist nicht möglich.

Für unsere Kinder bedeutet der Vorrang fürs Auto aber auch eine drastische Einschränkung von Aufenthalts- und Spielmöglichkeiten. Diese Probleme sind aber nicht Gott gegeben, sondern hausgemacht.

Mein Ziel ist es unsere Verkehrsprobleme zu lösen und nicht zu verlagern.

Um unsere Mobilität zu erhalten und zu steigern (Mobilität heißt Beweglichkeit) hat für mich die Vermeidung von überflüssigem Verkehr oberste Priorität.

Hier wurde auch in den letzten 6 Jahren auch von der neuen Stadtspitze alles verschlafen.

Dass die Stärkung einer nachhaltigen Nahmobilität (insbesondere Fahrrad- und Fußgängerverkehr, sowie ÖPNV) erfolgreich möglich ist, haben viele andere Gemeinden wie Münster, Freiburg oder Langenlois gezeigt. Moosburg als Stadt der kurzen Wege bietet hier ideale Vorraussetzungen. Man muss nur wollen!

Dieses Ziel kann aber nicht mit missionarischem Eifer oder Verboten und Geboten erreicht werden, sondern nur durch eine engagierte Öffentlichkeitsarbeit unter Einbeziehung aller Beteiligten.

Wir brauchen ein kommunales, aber auch betriebliches Mobilitätsmanagement

Dies zu erreichen ist für mich eine der Hauptaufgaben des Stadtmarketings. Das wird für mich Chefsache sein. Die steigenden Öl- und Treibstoffpreise zeigen unmissverständlich, dass die Zeit des billigen Benzins zu Ende geht. Dies wird eine weitere Triebkraft für eine nachhaltige Mobilität sein.

Diese Chance für eine vernünftige Verkehrspolitik müssen wir auch in Moosburg nutzen.

Wer immer noch glaubt die Verkehrsprobleme mit Straßenneu- und Ausbau in den Griff zu bekommen hat die Zeichen der Zeit nicht erkannt. Der Spruch „Wer Straßen sät, wird Verkehr ernten“, hat immer noch seine Gültigkeit“.

Beispiele:

  • Der Ausbau der Wasserwerkstraße für die geplanten Fußballplätze. Statt den Autoverkehr weiter zu fördern, müsste man sich hier mit den Vereinen zusammensetzen um zu einer sinnvollen Lösung zu kommen, insbesondere wenn man bedenkt, dass viele der dort spielenden Fußballer aus der näheren Umgebung kommen. Entfernungen, die man problemlos anders zurücklegen kann ohne den Moosburger Steuerzahler mit weiteren hunderttausenden von Euro für den Straßenausbau zu belasten.
  • das Wunder-Allheilmittel Westtangente. Die Westtangente ist für Moosburg genauso notwendig und sinnvoll wie die 3. Startbahn für den Landkreis Freising.

Die Westtangente dient als Sedativum für die eigene Untätigkeit.

Man darf nicht vergessen, dass der größte Teil des Verkehrs in Moosburg Quell- und Zielverkehr ist, den man mit der Westtangente überhaupt nicht beeinflussen kann. Ich wünsche mir, dass der eine oder andere Kommunalpolitiker mal seine ideologischen Scheuklappen hochklappen und sich mit Fakten und Sachargumenten beschäftigen würde.

Man könnte dann die vielen Millionen Euro, die für die Westtangente nutzlos ausgegeben werden sollen in sinnvolle Projekte investieren, ich nenne hier z.B. Eisstadion, Haus der Bildung, Haus der Vereine usw..

Mit den Maßnahmen, die in den letzten Jahrzehnten zur Entstehung der Probleme beigetragen haben, kann man die Probleme nicht lösen. Moosburg braucht deswegen einen Bürgermeister, der nicht Teil des Problems ist, sondern Teil der Lösung.

Die Lösung besteht zum einen in der Verkehrsvermeidung und Veränderung des „modal split“.

Zum anderen muss endlich die Trasse Bahnhofsstraße, Stadion, Westerbergstraße, Münchner Straße vorfahrtberechtigt ausgewiesen werden. Dazu muss auch die wirklich nur bescheuert zu nennende Abbiegung von der Thalbacher in die Bahnhostraße schnellstmöglich umgebaut werden um Verkehr aus der Innenstadt raus zu bekommen.

Evi Altenbeck und ich hatten bereits vor 8 Jahren beantragt, dass die BayWa-Unterführung in die Bahnhostraße angebunden wird. Die überwiegende Mehrheit hat damals leider die jetzt gebaute Version befürwortet. Die Folgen sind jetzt sichtbar.

Weiterhin muss man das Potential des Bahnstandortes nutzen um Pendlerverkehr, der ja den Hauptteil des Durchgangverkehrs darstellt, auf die Schiene zu verlagern. Durch das Parkhaus ist das Angebot für auswärtige Pendler bereits verbessert worden. Ich könnte mir auch, wenn Bedarf vorhanden ist, eine weitere „Park&Ride“ Einrichtung vorstellen.

Eine tatsächliche Verkehrsberuhigung kann neben anderen Maßnahmen zur Attraktivitätssteigerung und Wiederbelebung der Innenstadt beitragen. Am Ende dieser Entwicklung kann dann eine Fußgängerzone in der Herrenstraße in Kombination mit einem neugestalteten und zumindest teilweise autofreien Plan stehen.

Klima und Energiepolitik

Ein weiterer Schwerpunkt wird für mich die Klima- und Energiepolitik in Moosburg sein.

Die Veröffentlichungen des Weltklimarates IPCC in diesem Jahr haben deutlich vor Augen geführt, welch großes Problem der von uns verursachte Klimawandel für uns, aber noch viel mehr für unsere Kinder und Enkel bedeutet.

Hier ist engagiertes Handeln auf allen Ebenen gefordert. Den Kommunen kommt dabei eine Schlüsselrolle zu.

Im Frühjahr dieses Jahres hat der Kreistag mit sehr großer Mehrheit meinem Antrag zugestimmt, dass der Landkreis Freising bis 2035 zu 100% mit erneuerbaren Energien versorgt wird. Dies ist ein sehr ambitioniertes Ziel, dass ich auch in Moosburg erreichen möchte.

Dazu reichen schöne Worte bei Sonntagsreden nicht aus, dazu ist aktives Handeln des Bürgermeisters gefragt.

Wir hatten z.B. in diesem Jahr Angebote von 2 Unternehmen vorliegen, die Fotovoltaikanlagen auf städtischen Dächern errichten wollten, entweder in Eigenregie mit Pachtzahlungen an die Stadt, als Leasing Modell oder über das Modell, die Anlagen an die Stadt zu verkaufen.

Was ist daraus geworden? Nichts!

Ein weiterer wichtiger Punkt für eine engagierte Energiepolitik sind die Energiekosten der Stadt. Alleine 800.000€ Heizungs- und Stromkosten sind in diesem Jahr angefallen (incl. Nachzahlung), Geld, das zum Großteil zum Fenster hinausgeheizt wird.

Die steigenden Energiepreise werden in Zukunft unsere Energiekosten weiter erhöhen wenn nicht umgehend Gegenmaßnahmen ergriffen werden.

Deswegen brauchen wir ein Programm für die energetische Sanierung unserer Liegenschaften und zur nutzerbedingten Energieeinsparung.

Die Stadt kann dadurch zusätzlich ihrer Vorbildfunktion gerecht werden.

Weitere wichtige Maßnahmen sind in aller Kürze:

z.B. PV-Anlagen auf unseren Dächern. Ich habe deswegen den Antrag gestellt dafür 400.000 € in den nächsten Haushalt einzustellen und eine städtische GmbH und CoKG zu gründen. Damit könnten Moosburger Bürger Anteilscheine erwerben und aktiv in eine vorausschauende Energiepolitik eingebunden werden.

Ebenso wie durch städtische Förderprogramme und kommunale Öffentlichkeitsarbeit.

Weiterhin möchte ich die Möglichkeiten, die uns die Bauleitplanung eröffnet konsequent ausnutzen und auch bei unseren eigenen Baugebieten hochwertige Energiestandards festlegen.

Zudem schafft eine vernünftige Energiepolitik neue Arbeitsplätze insbesondere im Mittelstand, sowohl bei Herstellern wie NAU oder Citrin, aber auch bei unseren Handwerksbetrieben, z.B. im Bereich Altbausanierung. Und über Gewerbesteuereinnahmen profitiert die Stadt auch wieder davon.

Startbahn

Für den Erhalt der Lebensqualität in Moosburg ist es wichtig, dass die 3. Startbahn nicht gebaut wird.

Wir sind bereits jetzt durch den Flughafen (Fluglärm, Abgase) massiv belastet, durch die 3. Startbahn würde sich die Situation noch einmal deutlich verschlechtern.

Deswegen brauchen wir in Moosburg einen Bürgermeister der sich auch hier mit vollem Engagement für die Interessen Moosburgs einsetzt. Haben Sie in den letzten Wochen im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens diesbezüglich von der derzeitigen Bürgermeisterin mitbekommen mit bekommen? Nein!

Das gilt im Übrigen auch für die übrigen Stadträte. Der BN und die BI haben alle Parteien eingeladen sich z.B. am Infostand zu beteiligen, Antwort gab es keine.

Bei der CSU ist dies vielleicht der Parteidisziplin geschuldet. Und bei den Freien Wählern ist zu erwähnen, dass deren Ortsvorsitzender ein überzeugter Befürworter der 3. Startbahn ist, nebenbei nicht der einzige auf der FW-Liste, der ernsthaft in den Stadtrat möchte.

Als Bürgermeister werde ich mich wie schon jetzt als Stadtrat dafür einsetzen, dass die 3. Startbahn nicht gebaut wird. Mir ist die Lebensqualität in unserer Heimat wichtiger als das Gewinnstreben der Lufthansa.

Deswegen möchte ich auch an dieser Stelle nochmals alle Bürgerinnen und Bürger aufrufen, ihre Möglichkeiten auszunutzen. Jeder und jede Einzelne ist wichtig. Wenn viele Menschen Nein sagen haben wir gute Chancen die Startbahn zu verhindern, denn gegenüber der CSU und der Lufthansa haben wir einen großen Vorteil; die Realität ist auf unserer Seite.

Finanz- und Haushaltspolitik

Grundlage der Kommunalpolitik ist in meinen Augen die Finanzpolitik.

Moosburg befindet sich derzeit scheinbar in einer guten Lage. Mehrere Haushalte hintereinander wurden ohne Neuverschuldung verabschiedet. Am Anfang dieser Wahlperiode wurden geplante Investitionen z.B. für die Westtangente nicht getätigt und zurzeit fließen die Gewerbesteuereinnahmen kräftig.

Trotzdem ist die Stadt (zusammen mit Kläranlage und Wasserwerk) mit ca. 20 Mio. € verschuldet und jedes Jahr zahlen wir nur für Zinsen mehr als 1 Mio. €. Alleine in den letzten 5 Jahren kamen so 6 Mio. € an Zinszahlungen zusammen, Geld, das uns jetzt fehlt.

Für mich ist es deshalb entscheidend jetzt die Voraussetzungen zu schaffen, damit wir auch in Zukunft noch sinnvoll Politik in Moosburg machen und notwendige Investitionen tätigen können. Deswegen dürfen wir jetzt keine neuen Schulden machen.

Wer in wirtschaftlich guten Zeiten Schulden macht und damit zukünftige Haushalte mit Zins und Tilgungszahlungen belastet, ist in wirtschaftlich schlechteren Zeiten nicht mehr handlungsfähig.

Wer die vielen jetzt geäußerten Wünsche über Schulden zu Lasten der Moosburger Bürger finanziert, der fährt den städtischen Haushalt sehenden Auges an die Wand.

Wir müssen Investitionen nicht nach vermeintlich möglichen Wählerstimmen tätigen, sondern nach Notwendigkeit und Prioritäten, z.B. bei den Sportstätten, und danach was wir durch Investitionen einsparen oder zusätzlich einnehmen können.

Deswegen sind auch Investitionen in Energieeinsparmaßnahmen nicht nur wegen des Klimaschutzes wichtig. (800.000 € Energiekosten in 2007). Wenn es uns gelingt durch sinnvolle Investitionen auch nur 100.000 oder 200.000 € jährlich einzusparen, entlasten wir unsere zukünftigen Haushalte jährlich um diese Beträge, die wir dann sinnvoller ausgeben können als sie zum Fenster hinaus zu heizen. Ein entsprechendes Energieeinsparungsprogramm muss nach dem besten Kosten Nutzen Verhältnis ausgerichtet werden.

Durch Investitionen in Fotovoltaikanlagen können wir sichere Einnahmen für die nächsten 20 Jahre schaffen, deswegen auch mein Antrag dafür 400.000 € in den Haushalt für 2008 einzustellen.

Zusammenfassung

Wir brauchen in Moosburg einen Bürgermeister, der den Mut hat zu sagen was geht. Der klar sagt, dass möglicherweise nicht jeder Wunsch sofort und vielleicht auch nicht in vollem Umfang berücksichtigt werden kann. Und der auch die Interessen derjenigen Bürger berücksichtigt, die keine lautstarke Lobby haben.

Ein Bürgermeister, der „Everybodies Darling“ sein möchte wird scheitern.

Wer statt des „Gewurschtls“ der letzten 24 Jahre eine Politik in Moosburg möchte, die nach sachlichen Abwägungen das Wünschenswerte mit dem Notwendigen und Machbaren in Einklang bringt, der muss beim GRÜNEN Kandidaten sein Kreuz machen.

Für mich ist die konstruktive Zusammenarbeit mit allen Parteien und Gruppierungen und deren Teilhabe an Informationen und Entscheidungsprozessen wichtig. Dazu gehört z.B. so Grundlegendes wie eine ordentliche Sitzungseinladung und Vorbereitung und nicht immer nur die Bemerkung bei unzureichenden Sitzungsunterlagen: „Das hätten Sie aber vorher mit der Verwaltung besprechen können“, insbesondere wenn wie beim Antrag für die Fußballplätze die Unterlagen erst am Freitag vor der Sitzung kommen. Genauso müssen auch die Bürgerinnen und Bürger mit eingebunden werden.

Bürgermeister zu sein heißt für mich „Miteinander und nicht Gegeneinander“.

Wir brauchen am 02.März 2008 den Neuanfang, der am 03. März 2002 nicht stattgefunden hat.

Deswegen bewerbe ich mich in Moosburg um das Amt des Bürgermeisters und dafür bitte ich um Ihre Stimme.