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AM 24.09.17 BEIDE STIMMEN FÜR GRÜN 
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Stadtratsliste Aufstellung

Moosburger Zeitung 26.10.2007

Markante Stadtratsliste mit Frauen-Power

Grüne nominieren 24 Kandidaten – Bürgermeisterkandidat wird erst später gekürt

Moosburg. Der Ortsverband Bündnis 90/Die Grünen präsentierte am Mittwochabend im Gasthaus „Zur Länd“ als Ergebnis der Nominierungsversammlung eine markante Stadtratsliste. Der jüngste Kandidat ist mit Johannes Becher gerade einmal 19 Jahre alt, der älteste mit Adolf Warth 68 Jahre. Die Liste verfügt mit 15 Kandidatinnen über viel Frauen-Power, dazu kommen neun Kandidaten. Die Aufstellung des Grünen-Bürgermeisterkandidaten wird am 29. November erfolgen.

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DIE KANDIDATEN VON BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN für den Stadtrat wurden am Mittwochabend gewählt. (Fotos: re)

Auf der Stadtratsliste stehen 15 neue Kandidaten, neun Kandidaten standen bereits auf der Liste 2002. Von den amtierenden Stadträten Dr. Michael Stanglmaier und Winfried Held kandidiert Held nicht mehr. Bemerkenswert ist, dass 14 Listenkandidaten keine Mitglieder bei den Grünen sind.

Dr. Michael Stanglmaier nannte eingangs Grundzüge der Kommunalpolitik der Grünen. Schwerpunkte seien Finanzpolitik, Verkehrspolitik, Energie und Klimapolitik sowie Jugend- und Sportpolitik. Er gab als Leitsatz „Moosburg muss schuldenfrei werden“ aus.

Stanglmaier äußerte sich begeistert über die Stadtratsliste. Die Liste weist eine große Altersspanne und einen großen Frauenanteil auf, das Durchschnittsalter liegt bei rund 43 Jahren. „Von den 24 Kandidaten sind 14 nicht Mitglied bei den Grünen. Dies unterstreicht, dass die Grünen eine Plattform für alle, die umweltfreundliche Politik machen wollen, sind.“ Als Devise gab er aus, mit dieser Liste drittstärkste Kraft im Stadtrat werden zu wollen.

Mit Evi Altenbeck an der Spitze werden weitere 23 Kandidaten auf der Liste kandidieren. Die Motivation zur Kandidatur ist bei allen Kandidaten natürlich die umweltfreundliche Politik. Spitzenkandidatin Evi Altenbeck nannte beispielsweise auch die dritte Start- und Landebahn und den Transrapid als politische Schwerpunkte.

Der jüngste Kandidat, Johannes Becher, schilderte detailliert seine Version einer „familien-, kinder- und jugendfreundlichen Stadt“. Außerdem kündigte er an, sich für die Fortführung des „Red Corner Festivals“ einzusetzen, da der Verlust des Standorts in Moosburg droht.

Nachdem sich jeder der Kandidaten kurz vorgestellt hatte, wurde die Stadtratsliste en bloc einstimmig beschlossen. Die beiden Ersatzkandidaten sind Irmi Lindner und Werner Böhm.

Grünen-Landratskandidat und Landtagsabgeordneter Dr. Christian Magerl nutzte die Gunst der Stunde, um noch einmal auf einen „Startbahnabwehr- Kampf“ einzustimmen. Er informierte, dass die Regierung von Oberbayern jetzt ein luftrechtliches Planfeststellungsverfahren eingeleitet hat. In einem schriftlichen Anhörungsverfahren können sich Beteiligte, darunter Kommunen, Behörden, Naturschutzvereine und sonstige Fachstellen, bis zum 18. Dezember zum Vorhaben äußern. Zur Einbeziehung der Öffentlichkeit werden die Antragsunterlagen für einen Monat vom 5. November bis 4. Dezember 2007 zur Einsichtnahme ausgelegt. Die Antragsunterlagen sind allerdings quasi im „handlichen Schrankformat“: Sie umfassen 47 Ordner und 500 Pläne, was in etwa dem Inhalt von sechs Umzugkartons entsprechen würde. „Ich empfinde die kurze Einwendungsfrist als eine Sauerei. Bei dieser Geschichte ist man nicht bereit, uns auch nur eine Minute Verlängerung zu geben. Hier wird die Möglichkeit für die Bürger, sich am Verfahren zu beteiligen, eingeschränkt“, kritisierte Dr. Magerl.

Der Landratskandidat machte auch seinem Ärger zum Thema Transrapid Luft: „Es heißt hier, die Finanzierung steht. Es ist nicht einmal eine Milchmädchenrechnung.“ Er meinte, man sollte nun ein Bündnis und ein Volksbegehren gegen den Transrapid einleiten. „Wir haben also noch eine Menge anderer Aufgaben vor uns außer dem Wahlkampf.“ Er prognostizierte aber, dass sich „diese anderweitigen Beschäftigungen“ nicht negativ auf den Wahlkampf auswirken dürften. -re-

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Landratskandidat Dr. Christian Magerl schwor auf einen „Startbahn- Abwehrkampf“ ein

Die Grünen-Kandidaten

Moosburg. Die Kandidatenliste von Bündnis 90/Die Grünen setzt sich wie folgt zusammen: 1. Evi Altenbeck (39 Jahre, Hebamme, selbstständig), 2. Dr. Michael Stanglmaier (44, Diplom-Biochemiker, Stadtrat, Kreisrat), 3. Johannes Becher (19, Student), 4. Björn Láczay (31, Geschichtswissenschaftler), 5. Sylvia Ripper (43, Konditormeisterin), 6. Helmut Tischer (42, Diplom-Informatiker), 7. Ulrike Kress (47, Kaufmännische Angestellte), 8. Wolfgang Willner (48, Naturfilmer und Fotograf), 9. Edith Kottirsch-Herberg (49, Diplom- Sozialpädagogin und Kommunikationstrainerin), 10. Irene Bauer (43, Hausfrau und Rechtsanwaltsgehilfin), 11. Stefan Possart (35, Verwaltungsbeamter), 12. Sabine Wieninger (42, Diplom-Psychologin), 13. Laurentius Bergmeier (46, Kfz-Meister, selbstständig), 15. Alexandra Becher (37, Krankenschwester), 17. Dorothea Band (45, Museumspädagogin und Hausfrau), 18. Adolf Warth (68, Rentner), 19. Rita Metz (48, Diplom-Sozialpädagogin), 20. Angelika Werner-Ripperger (52, Radiologieassistentin), 21. Sabine Schweighöfer (43, Geschäftsführerin), 22. Helga Brandstetter (46, Hausfrau), 23. Petra Worofka (50, Personalsachbearbeiterin), 24. Hella Bley-Held (50, Betreuungshelferin und Hausfrau). Als Ersatzkandidaten wurden Irmi Lindner und Werner Böhm gewählt. -re-