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Moosburger Zeitung 01.10.2007

Herrnstraße in Fußgängerzone verwandelt

Aktionstag „Ohne Auto in meine Stadt“ anlässlich der „Woche der Mobilität“

Moosburg. Kein motorisierter Verkehr, weniger Lärm und keine Abgase – das konnte man am Samstagvormittag in der Herrnstraße erleben. Die Straße wurde von 8 bis 14 Uhr für den Verkehr gesperrt und in dieser Zeit in eine Fußgängerzone verwandelt. Anlass war der Aktionstag „Ohne Auto in meine Stadt“, mit dem sich die Stadt Moosburg an der europaweiten „Woche der Mobilität“ beteiligte. Die Bürger nahmen die autofreie Herrnstraße gut an.

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Evi Altenbeck (2.v. l.) und Angelika Werner-Ripperger (3. v. l.) gewannen bei der Aktion „Auf Zeit gehen“ Einkaufsgutscheine, Bürgermeisterin Anita Meinelt (l.) und Organisator Dr. Michael Stanglmaier (r.) gratulierten

Zahlreiche Aktionen von Bund Naturschutz, dem Verein „StadtTeil Auto“, dem Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) und der Polizei ließen keine Langeweile aufkommen. Bei der Aktion „Auf Zeit gehen“ schafften es Angelika Werner-Ripperger sowie Margit und Julia Reiter dann tatsächlich, die Stadtrunde genau in der gleichen Zeit wie Bürgermeisterin Anita Meinelt und Umweltreferent Dr. Michael Stanglmaier zu gehen. Hüpfburg, Künstler Toni Toss sowie Speis und Trank vom Arbeitskreis „Eine Welt“ rundeten den autofreien Vormittag in der Herrnstraße ab.

Die europäische „Woche der Mobilität“ fand bereits vom 16. bis 22. September statt. Da die Stadt sich zu dieser Zeit jedoch im Herbstschau- Fieber befand, wurde die Aktion „Ohne Auto in meine Stadt“ erst an diesem Samstag durchgeführt. Beinahe jedes Kind weiß, dass sich die Zunahme des motorisierten Verkehrs sowie von Lärm und Abgasen negativ auf Lebensqualität und Gesundheit auswirkt. Zudem wird dadurch der Klimawandel mit all seinen Folgen beschleunigt. Mit der am Samstag von 8 bis 14 Uhr autofreien Herrnstraße sollte ein Zeichen gesetzt werden.

Bürgermeisterin Anita Meinelt und Umweltreferent Dr. Michael Stanglmaier beteiligten sich daran mit der Aktion „Auf Zeit gehen“. So gingen Meinelt und Stanglmaier um 9 Uhr die Stadtrunde Herrnstraße – Fingergäßl – Weingraben – Stadtplatz – Herrnstraße. Die hierbei gestoppte Zeit war der entscheidende Maßstab. Die Teilnehmer durften nun ebenfalls eine Stadtrunde drehen. Die vier Personen, die der Zeit von Meinelt oder Stanglmaier am nächsten kamen, hatten einen Einkaufsgutschein im Wert von 20 Euro gewonnen. Dies hatte sich schnell herumgesprochen, so dass zahlreiche Bürger auf Schusters Rappen die Stadtrunde drehten.

Der Kreisverband Freising des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) war beim Moosburger Aktionstag ebenfalls mit von der Partie. ADFC-Kassier Professor Dr. Rolf Schödel hatte einen Infostand aufgebaut. Er stand Bürgern Rede und Antwort und brachte Broschüren unters Volk.

Naturfilmer Wolfgang Willner und sein Team rührten am Stand des Bundes Naturschutz (BN) für die Aktion „Auf Zeit gehen“ fleißig die Werbetrommel. Am BN-Stand fiel zudem der Startschuss für die Umfrage zur Verbesserung der Verkehrssituation für Radfahrer in der Stadt Moosburg. Bürger konnten zu Papier bringen, wo die Pedalritter in Moosburg der Schuh drückt. Helmut Tischer und Sylvia Ripper überzeugten unterdessen am Infostand des Vereins „Stadt- TeilAuto“ die Bürger vom Carsharing. Ein Carsharing-Auto ersetze durchschnittlich sechs Privatautos und leiste einen erheblichen Beitrag zur Kohlendioxid-Reduzierung.

Neben einer Fahrradausstellung und einer Fahrrad- und Sicherheitsberatung durch die Polizei stand für Kinder eine Hüpfburg vor dem Rathaus. Künstler Toni Toss verschaffte sich aus der Vogelperspektive einen Überblick über die Herrnstraße, denn er hatte sich auf seine Stelzen geschwungen und zauberte auch noch in drei Meter Höhe tolle Luftballontiere für Buben und Mädchen.

Der Arbeitskreis „Eine Welt“ sorgte für das leibliche Wohl der Besucher. Daneben machte Nathalie von Pressentin mit ihrem Stand „Afrika – ich hab’s gesehen. Helfen sie mit“ auf die Armut auf dem schwarzen Kontinent aufmerksam und bot afrikanischen Tee und frittierte Bananen zugunsten eines Kinderzentrums in Burkina Faso an.

Während der autofreie Vormittag in vollem Gange war, wurde die Aktion „Auf Zeit gehen“ ausgewertet. Exakt die gleiche Zeit wie Dr. Michael Stanglmaier (2:50 Minuten) war Angelika Werner-Ripperger gegangen, Margit und Julia Reiter aus Haag benötigten so lange wie Anita Meinelt (3:29 Minuten). -re-

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Mit Carsharing die Umwelt schonen: Mitglieder des Vereins „Stadt TeilAuto“ informierten interessierte Bürgerinnen und Bürger in der Herrnstraße über ihre Arbeit

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Toni Toss brachte Jung und Alt zum Lachen (Fotos: re)
Chantal, Stephanie und Nathalie von Pressentin (v. l.) machten auf die Armut in Afrika aufmerksam