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Energiewende stärkt Handwerk und Mittelstand

Woche der Sonne
Artikelserie für Moosburger Zeitung, Frühjahr 2007
von Dr. Michael Stanglmaier - Sonne für Moosburg

Solarenergie schafft Arbeitsplätze und stärkt die regionale Wirtschaft

Die kommunale Energiewende stärkt das Handwerk und den Mittelstand

Immer mehr Gemeinden und Landkreise wollen durch die Nutzung Erneuerbarer Energien und Energieeinsparung die Energiewende verwirklichen.

Bereits seit 1980 wird z. B. in Furth bei Landshut an diesem Thema gearbeitet. Mit 70 % Anteil Erneuerbarer Energien an der Energieversorgung ist die 3000 Einwohnergemeinde dem Ziel 100% Erneuerbare Energie schon recht nahe gekommen. Zwei Nahwärmenetze, über 1000 m2 Sonnenkollektoren und 500 kWp an Photovoltaikanlagen sowie zahlreiche Pellet-, Hackschnitzel und Stückholzheizungen stellen Energie ökologisch und ökonomisch vorteilhaft her. Auch wenn die Solarstadt Moosburg noch nicht ganz so weit, so nimmt Moosburg doch seit Jahren in der Solarbundesliga einen Spitzenplatz ein und liegt auch in der Solarregion Freisinger Land mit vorne dabei.

Aber auch viele Landkreise setzen auf die Energiewende. Der Landkreis Potsdam-Mittelmark will bis 2030 seinen gesamten Strom mit Erneuerbaren Energien erzeugen. Im Juni 2005 erklärte der Landesumweltminister, dass sich ganz Mecklenburg-Vorpommern bis 2050 vollständig aus regenerativen Energien versorgen könne. Darin sieht er auch eine Chance für die regionale Wertschöpfung, Innovation, neue Produkte und Verfahren. In der solaren Kreislaufwirtschaft fließen die Ausgaben für Energie nicht ins Ausland, sondern zum Handwerk, das Solar- Wind- und Biomasseanlagen produziert und zu Investoren, die zu regionalen Energieproduzenten geworden sind.

In den Landkreisen Bad Tölz-Wolfratshausen und Miesbach wurde ermittelt, dass von den Energieausgaben von 467 Mio. € pro Jahr durch die Nutzung Erneuerbarer Energie eine Wertschöpfung von über 290 Mio. € in den Landkreisen verbleiben könnte. Auf den Landkreis Freising übertragen würde dies eine Wertschöpfung von fast 150 Mio. € pro Jahr bedeuten, die durch die Erneuerbaren Energien im Landkreis bleiben könnte. Denn dank der Vorreiterrolle, die Deutschland bei den Erneuerbaren Energien weltweit innehat, wird auch ein großer Teil der Anlagen hier produziert. So sind z. B. in Moosburg zwei bedeutende Solaranlagenproduzenten zu Hause.

Die erneuerbaren Energien haben heute schon über 200.000 neue Arbeitsplätze geschaffen, mit deutlich steigender Tendenz. Deswegen setzt auch das Handwerk auf die Sonne. Die Handwerksverbände betrachten die Solartechnik als immer wichtigeres Kompetenzfeld für ihre Mitgliedsbetriebe, weshalb sie auch die WOCHE DER SONNE unterstützen. Partner der Aktion sind der Zentralverband der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH), der Zentralverband des Deutschen Dachdeckerhandwerkes (ZVDH) und der Zentralverband Sanitär, Heizung, Klima (ZVSHK).

Die zunehmende Verbreitung der Solartechnik im Handwerk hat für den Kunden große Vorteile. Er bekommt die normale Haustechnik und die Solaranlage aus einer Hand und hat auch im Anlagenbetrieb einen kompetenten Ansprechpartner vor Ort.